Der heilige Karl Borromäus (1538–1584) war Kardinal und Erzbischof von Mailand und eine wichtige Figur in der katholischen Reformation, die vom Konzil von Trient initiiert wurde. Er setzte sich eifrig für die Reform der Kirche ein, bekämpfte die Korruption der Geistlichen und stärkte die Priesterausbildung durch die Gründung von Seminaren. Als enger Freund der Armen zeichnete er sich durch seine Hingabe während der Pest in Mailand 1576 aus und zögerte nicht, sich selbst um die Kranken zu kümmern. Er wurde 1610 heiliggesprochen und ist bis heute ein Beispiel für pastorale Hingabe und Kirchenreform.